Schilfrohrflechterei ist eine sehr alte Methode
der Verbesserung des taglichen Lebens mit Hilfe naturlichen, leichten und
resistenten Gebrauchsobjekte, die aus Schilf erhalten werden. Die Methode
wird in verschiedene Regionen der Welt verwendet, hat aber je nach Gebiet
ein spezifisches Perfektionierungsprozess erlitten.
Das Verarbeiten des Schilfrohrs ist eine alte Tradition in Siebenburgen. Als
Handwerk (wie die vollkstumliche Handwerke in allgemeinen) erfullte bevor
alles Nutzlichkeitsfunktionen: haltbare, daurhafte Korbe aus Schilfrohr, Hute,
geflochtene Schuhe, praktische Unterlagen fur Teller und andere Gefasse.
Die Tradition der Flechterei wiederfinden wir im N-W Siebenburgens und in
Mures Kreis seit mehr als 300 Jahre.
Dieser Handwerk wiederfinden wir hauptsachlich in feuchten Gebieten, die das
Wachsen des Schilfrohrs begunstigen. Das Schilfrohr wird im Herbst gepfluckt
und verarbeitet um als Material fur die werdende Erschaffungen zu dienen.
Die Tatsache, dass das Schilfrohr in feuchten Gebieten wachst entwickelt eine
starke Feuchtigkeitswiderstand, die hergestellten Gegenstande konnen folglich
mit Leichtigkeit gewaschen werden und jeder Art von Nasse ausgestellt werden.
Die Schmiedbarkeit des Materials wird durch Anfeuchten versichert, wonach
mit Leichtigkeit in beliebige Formen verarbeitet werden kann.
Das Universum der Schopfung
Das Schilfrohr ist zum Material fur ganz neue
Flechtereitechnicken und -prozeduren geworden. In dem die Welt der traditionellen
Gebrauchsgegenstanden verlassen wird, werden die Erschaffungen zu dekorative
Kunst. Sie schopfen Leben aus dem Material selbst.
Die Erschaffungen, die nach der Kunstlerin eigner Design und Technik entstehen,
konnen in folgenden Kategorien eingeschrieben werden:
- Wanddekorationen. Wiedergeben vollkstumliche ungarische und schamanische
Motive.
- Tanzerinnen im Wind. Werden nach germanische Motiven hergestellt.
Hangende Engeln tanzen im Wehen des Windes und vertreiben die ungluckbringende
Geister.
- Masken. Haben eine sehr alte Tradition in der ungarischen Kultur
aus Siebenburgen. Das Ritual ist je nach Gebiet verschieden. Die von der Kunstlerin
hergestellten Masken sind im Zusammenhang mit einer Feier aus dem Muresgebiet:
zur Wiedergeburt der Fruhling und Regenerierung.
- Marionetten. Puppen mit einem holzernen Schwanz werden mit verschiedenen
spezifischen Trachten bekleidet.
- Schamanische Stuhle. Sind besondere Erschaffungen, die die alte schamanische
Stuhle in eine artistisch individuelle Vision wiedergeben.
- Engel. Sind Schilfrohrpuppen in verschiedene Grossen dargestellt,
eine der Kunstlerin spezifische Erschaffung.
- Dekorative Flaschen. Flaschen, die im Schilfrohr angezogen werden.
Meistens ubertreffen sie die einfache dekorative Technik.
- Unikate Gluckwunschkarten
- Unikater Schmuck (Halzketten, Armbander, Ohrringe, Haarklammen).
Alles aus naturliches Material hergestellt.
Die bekannteste Kreationen der Kunstlerin sind die Schilfrohrstatuetten, deren
Einzigkeit weltweit erkannt wird. Die Statuetten stellen insbesonders vollkstumliche
Aspekte dar. Einige werden nach realen Modelle hergestellt. Es gibt auch modernere
Statuetten, Ballerinen, Puppen in klassischen Kostumation. Das Herstellen
einer Schilfrohrstatuette dauert bis zu einigen Wochen, da sie eine sehr scharfe
Prazision in ihrem Verarbeiten benotigen.
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